15.12.2009 Gundelach noch in der Behörde für Stadtentwicklung?

Zu dem erneuten Versuch der Wissenschaftssenatorin Gundelach die Verlagerung der Universität zu propagieren, erklärt Gabor Gottlieb, Mitglied der SPD-Bezirksfraktion Eimsbüttel: „Die Senatorin Gundelach scheint so verliebt in ihr Projekt zu sein, dass sie das eigentliche Ziel aus den Augen verloren hat. Die Frage ist, wo eine Stadtteiluniversität die beste Zukunft hat, im Hinblick auf den Stadtteil und die Universität. Es geht weder um den „Sprung über die Elbe“ noch um ein weiteres Leuchtturmprojekt des Senates. Manchmal denke ich, Frau Gundelach glaubt, sie sei noch Staatssekretärin für Stadtentwicklung und nicht Wissenschaftssenatorin.“

Sowohl die Handelskammer als auch der Bezirk Eimsbüttel haben gute Vorschläge erarbeitet, wie eine im Stadtteil integrierte Universität im Eimsbüttel aussehen kann. Beide Planungen verdienen es nicht einfach per Pressemitteilung der Senatorin abgekanzelt zu werden. Auch eine Beurteilung der Vorschläge durch die Gutachter gmp wirft Fragen auf.

„Wenn die Senatorin die Autoren der umstrittenen Behörden-Studie und ihre „Haus und Hof“-Gutachter zum Schiedsrichter bestimmen will, wird doch der Bock zum Gärtner gemacht. Ich habe den Eindruck, dass die nach dem Sturz von Präsidentin Auweter-Kurtz und den Studentenprotesten politisch angeschlagene Senatorin versucht ihre letzte Idee jetzt mit dem Rammbock durchzusetzen.“ so Gottlieb weiter. „Das ganze Verfahren wird langsam zur Farce. Es scheint so, als ob das Ergebnis „Umzug“ von Anfang an feststand und nur noch das passende Verfahren drum herumgebastelt wurde.“


15.12.2009 Nachdenklich und Kämpferisch: Die Weihnachtsfeier des Distrikts Ha-Ro

Fast ein bisschen knapp wurden die Sitzplätze auf der diesjährigen Weihnachtsfeier von Harvestehude-Rotherbaum am Sonntag, den 13.12 im Kreishaus. Über 40 Mitglieder waren erschienen, um den neuen Hamburger SPD-Vorsitzenden Olaf Scholz zu hören, an der Ehrung langjähriger Mitglieder teilzunehmen oder sich einfach nur bei Kaffee und Kuchen untereinander auszutauschen.

Weihnachsfeier 2009

Distriktsvorsitzender Rainer Wiemers zog zum Jahresausklang nicht nur positive Bilanz: „Mit den Wahlergebnissen kann auch die SPD in Ha-Ro nicht zufrieden sein.“ Dennoch sei die Partei im Distrikt auch über die Wahlkämpfe hinaus aktiv gewesen und habe sich insbesondere mit Veranstaltungen zur Uni-Verlagerung und durch die Produktion des Magazins Roter_Baum im Stadtteil profiliert. Auch die Fertigstellung des Hallerplatzes sei 2009 ein Meilenstein gewesen.

Einen zuversichtlichen Blick auf das kommende Jahr warf Olaf Scholz in seinem Grußwort. „Schwarz-Gelb macht uns die Oppositionsarbeit wirklich einfach“, bemerkte er. Auch zur Regierungspolitik des schwarz-grünen Senats fand er deutliche Worte: Sozialabbau und ungleiche Bildungschancen in Hamburg machten es notwendig, dass die SPD ab 2012 wieder im Hamburger Rathaus regiere. „Wir können das schaffen und ich glaube, wir müssen es auch schaffen!“ Ausdrücklich dankte Scholz den langjährigen SPD-Mitgliedern des Distrikt. „Wenn man jahrelang im eigenen Freundes- und Familienkreis der „Sozi“ ist, dann trägt man auch schon seinen Teil bei.“

Die fünf Jubilare, von denen drei für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden, erinnerten anschließend teils nachdenklich, teils heiter an ihre Jahre in und mit der SPD. Dabei gab es die ein oder andere Träne der Rührung, komische und ärgerliche Erinnerungen – wie in allen Langzeitbeziehungen. An dieser Beziehung wurde dann in offener Runde bis in die Abendstunden hinein noch gearbeitet.

Foto: Arndt Prenzel